Acht Schülerinnen des Gymnasiums Herderschule haben sich seit August 2025 im Rahmen des
Projektes »Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage« unter der Leitung der Lehrkräfte Wiebke
Bosholm und David Wieblitz an der »Euthanasie«-Gedenkstätte Lüneburg zu Schülerinnen-Guides ausbilden lassen. Am 6. Mai 2026 um 9.35 Uhr findet nun der feierliche Abschluss ihrer Ausbildung und eine Zertifikatsübergabe im Innenhof der Herderschule statt.
Zu der sogenannten »Taufe« der Schülerinnen-Guides spricht neben dem Schulleiter der
Herderschule Thorsten Schnell auch Dr. des. Jule von Hertell, die als pädagogische Mitarbeiterin der
»Euthanasie«-Gedenkstätte Lüneburg die Schülerinnen gedenkstättenseitig ausbildete.
Dr. Carola Rudnick, Leiterin der »Euthanasie«-Gedenkstätte, erläutert: »Die Ausbildung mit Theorie- und Praxisanteil fordert den Schülerinnen viel ab. Sie machen diese Ausbildung freiwillig, im AG Bereich, nach einem langen Schultag. Dennoch sind die Schülerinnen, die wir in diesem Jahr ausgebildet haben, voll bei der Sache und hochmotiviert. Man kann eine Stecknadel fallen lassen, wenn sie rhetorische Tipps erhalten, Sprechtraining absolvieren, sich auch inhaltlich intensiv in die ›Euthanasie‹-Verbrechen einarbeiten, in diesem Jahr – durch die neue Dauerausstellung – zusätzlich in einen neuen Forschungsstand.«
Thorsten Schnell freut sich über das Kooperationsprojekt: »Die Schülerinnen können Erfahrungen in
historisch-politischer Bildungsarbeit sammeln und einen wichtigen Beitrag zur Lüneburger
Erinnerungskultur leisten. Insbesondere für andere Schulklassen ist es ein Gewinn, Wissen von
Gleichaltrigen auf Augenhöhe vermittelt zu bekommen.«
Die Schüler*innen-Guides können von Gruppen künftig für 60-90-minütige Rundgänge gebucht
werden.
